Heilfasten wird fälschlicherweise immer als Diät bezeichnet, doch ist der eigentliche Sinn dieser Kur nicht unbedingt die Gewichtsabnahme. Vielmehr macht man diese entbehrungsreiche Kur mit, um seinen Körper zu entwässern und zu entgiften, also von den sich im Körper ansammelnden Schlacken und ungesunden Stoffen zu befreien. Wer sich zum Heilfasten entschließt, muss zwei Dinge beachten: Die Kur darf nur in ärztlicher Absprache begonnen werden, außerdem braucht man einen starken Willen und Durchhaltevermögen, sowie die Kraft, auf die Leckereien, die einem im täglichen Leben – beginnend in der Fernsehwerbung und aufhörend beim normalen Essen im Familienkreis vor die Nase gesetzt werden – zu verzichten. Hat man mir seinem Hausarzt abgesprochen, dass die nächsten Wochen dem Heilfasten gewidmet werden, kann man mit der Kur beginnen.
Ob man nun einfach einen Zeitpunkt festlegt, an welchem man mit dem normalen Essen aufhört, oder gar eine Abführlösung trinkt, um den Körper auf die Kur vorzubereiten, bleibt dem Gesundheitsbewussten selbst überlassen. Heilfasten ist nicht mit einer Nulldiät zu verwechseln, die den Körper zwar rasant an Gewicht verlieren lässt, jedoch auch einen rapiden Jojo-Effekt nach sich zieht. Der Körper stellt sich auf die „magere“ Zeit ein, senkt seinen Kalorienbedarf; wenn man dann wieder beginnt, normal zu essen, bekommt der Körper vergleichsweise immens viele Kalorien geliefert, die er dann sofort in seine Fettreserven einlagert. Heilfasten ist vor allem eine Grundlage, nach der Kur bewusst seine Ernährung umzustellen – quasi eine Art Neuanfang, die dem Körper die Chance gibt, eine Art Schlussstrich unter das ungesunde, kalorienreiche und fettgespickte Essen zu ziehen, und nach der Heilfasten Kur einen neuen, bewussten und gesunden Weg einzuschlagen. Mit viel Willen schafft man dies – und lebt danach auch gesünder.
