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Dorfchronik im Fotobuch

Februar 6th, 2009 · No Comments

Um ein Fotobuch über sein Heimatdorf anzufertigen, braucht man nicht viel. Eine Kamera, Zeit und ein gutes Auge für die schönsten Motive reichen schon aus. In vielen Dörfern gibt es Vereine, die sich die Heimat- und Brauchtumspflege als Motto gesetzt haben. Nun ist es bestimmt auch interessant, eine Chronik über das Dorf zu erstellen, in der alles Wissenswerte zu finden ist. Sicherlich wird man hier zunächst keine hohe Auflage in Auftrag geben; die Kosten hierfür übersteigen bei der Anfertigung des Buches sicher den Wert. Erst, wenn man feststellt, dass sich einige Menschen dafür interessieren, diese Chronik zu kaufen, kann man eine Druckerei beauftragen. Natürlich steht dem Chronisten einiges an Recherche bevor, bevor er an die Erstellung vom Fotobuch gehen kann. Zunächst muss man sich überlegen, was in dem ganz besonderen Buch alles enthalten sein muss. Ein Rückblick bis an die Wurzeln der Geschichte darf natürlich nicht fehlen.

Man wird staunen, wenn man von Haus zu Haus geht, was die alten Dorfbewohner noch so alles wissen und wie viele Fotos aus längst vergangenen Zeiten in den Alben der Bewohner noch zu finden sind. Der Pfarrer hat Dokumentationen über den Kirchenbau, ein Thema, das auf keinen Fall fehlen darf. Wann die Kirche erbaut wurde, wer die Entwürfe gemacht hat, wann Renovierungen vorgenommen wurden und wann eine Orgel eingebaut oder der Altar erneuert wurde, ist sicher für viele Menschen, die die Kirche regelmäßig besuchen, neu, spannend und interessant. Auch die Verwaltung des Dorfes findet ihren Platz in der Fotobuch Chronik. Der erste Bürgermeister, die Nachfolger, bis hin zum momentanen Oberhaupt der Gemeinde; hier gibt es eine Menge zu berichten und viele Fotos, die gesammelt werden müssen. Auch, wenn der Ort über eine eigene Feuerwehr verfügt, kann hier einiges Material zusammen kommen. Fotos aus Zeiten, als noch mit Pferden und einem Leiterwagen zum Löschen ausgerückt wurde, vom ersten Feuerwehrauto und der modernen technischen Ausrüstung gesellen sich zu Bildern von längst verstorbenen Kameraden auf Gruppenfotos, und den jeweiligen Kommandanten, die ihren Dienst treu und redlich geleistet haben. Natürlich müssen in die Stoffsammlung, die man für das Fotobuch anlegt, auch Bilder von alten Häusern, die es längst nicht mehr gibt, aufgenommen werden. Auch über die Renovierung des Rathauses und anderer wichtiger Gebäude im Ort darf ein Bericht nicht fehlen. Wenn man alte Dokumente findet, können diese vorsichtig eingescannt oder abfotografiert werden.

Auch solche Bilder machen sich gut in einem Fotobuch. Natürlich muss man hier besonders aufpassen, dass den wertvollen, alten Papieren nichts geschieht. Hat man alles zusammen getragen, was man als Chronist für wichtig empfindet, kann man sich Gedanken über die Gestaltung vom Fotobuch machen. Hier ist wichtig, Kapitel zu erstellen und zu jedem Thema schlüssig zu berichten. Auch hier kann man Texte abfotografieren oder als Bilddatei erstellen, die man dann einfach mit hochladen kann, wenn der Entwurf fertig gestellt ist. Einige Stunden Arbeit liegen nun schon hinter dem Chronisten, und selbst, wenn er Helfer hatte, gehört doch einiges Engagement dazu, ein solches Werk anzufertigen. Für das Titelblatt eignen sich verschiedene Fotomotive, zum Beispiel die Kirche, eine Luftaufnahme vom Ort, oder der Brunnen, der vor dem Rathaus steht.

Ist das ganze Material endlich gesammelt, und steht das Konzept auf sicheren Beinen, kann man sich daran setzen, das Fotobuch zu bestellen. Nun ist noch eine gewisse Zeit Konzentration gefragt, die man benötigt, um die Seitenaufteilung und die Reihenfolge der Bilder richtig abzusenden. Nun dauert es nicht mehr lange, bis die ganze Arbeit Früchte trägt, und man sein Werk allen Mitbürgern zeigen kann. Es ist kein Problem, in einem Arbeitsschritt gleich mehrere Bücher zu bestellen, sodass man eines selbst behalten, eines durch das Dorf reichen und auch dem Bürgermeister, dem Gemeinderat und dem Pfarrer ein Buch zur Ansicht geben kann.