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Detektei überführt Versicherungsbetrüger

August 15th, 2008 · No Comments

In der Vergangenheit wurde mehrfach darüber berichtet, dass immer mehr Unternehmen eine Detektei beauftragen, um eine Observation der Mitarbeiter während ihrer Krankheit vornehmen zu lassen. Betroffen sind in erster Linie Mitarbeiter, die einen sehr hohen Krankenstand aufweisen oder langanhaltend krank geschrieben sind. Zweifel an der tatsächlichen Krankheit veranlasst immer mehr Arbeitgeber zu einer Kontrolle, die durch die beauftragte Detektei erfolgt. 

Der Lohn bzw. das Gehalt muss während der Krankheit weitergezahlt werden, es handelt sich also um einen Betrug im Rahmen der Lohnfortzahlung, wenn der Mitarbeiter nicht tatsächlich krank ist. Doch nicht nur die Unternehmen selbst sind von solchen „Blaumachern“ betroffen und ihnen entstehen erhebliche Kosten, sondern auch Versicherungen. Die angeblichen Kranken fordern im Rahmen ihrer Versicherung oft Leistungen, die gezahlt werden sollen. So ist es beispielweise bei einer Maler- und Anstreicher gewesen. Der Mann hatte sich selbständig gemacht, doch das Geschäft lief wohl nicht so wie er es erwartet hatte.

Mit der Selbständigkeit hatte er auch eine Versicherung abgeschlossen, die den Verdienstausfall während einer Krankheit absichern sollte. Der Malermeister reichte seiner Versicherung ständige Krankmeldungen ein und kassierte entsprechend die Zahlungen. Die Versicherungsgesellschaft wurde irgendwann misstrauisch und versuchte den Malermeister telefonisch zu erreichen. Da dies ohne Erfolg war, entschloss man sich eine Detektei mit diesem Fall zu beauftragen. Die Detektei nahm eine Observation des Malermeisters über drei Tage vor und machte eine erschreckende Beobachtung.

Der Malermeister erledigte an allen drei Tagen unterschiedliche Tapezier- und Malerarbeiten, war also keineswegs krank. Als erste Konsequenz wurde seitens des Versicherungsunternehmens das Versicherungsverhältnis gekündigt. Allerdings muss der Malermeister mit weiteren Maßnahmen seitens der Versicherung rechnen – im schlimmsten Fall kann es eine Anzeige wegen Betrugs geben.