Die beiden Jugendlichen, die am 12. September des vergangenen Jahres den Manager Dominik Brunner erschlagen hatten, werden auf keinen Fall mit einer milden Strafe davon kommen. Am Landgericht München I wird gegen die beiden Täter wegen Mordes verhandelt, wie nun bekannt wurde. Es war unnütze und rohe Gewalt, ein sinnloser Tod, den das Opfer sterben musste. Am S-Bahn Standort Solln in München war der Manager einer Gruppe von Schülern zu Hilfe gekommen, die von den Jugendlichen attackiert wurden.
Seine Hilfe bewirkte, dass sich die Aggression der beiden damals 18 und 17 Jahre alten Täter gegen ihn richtete. Dominik Brunner verstarb, nachdem er etliche Tritte und Schläge erleiden musste. Was veranlasst Jugendliche, sich einfach so der puren Gewalt zu verschreiben? Warum wird aus normalen Menschen ein Schläger, der mit aller Kraft die Auseinandersetzung, den Schmerz, das Leid anderer Menschen in Kauf nimmt? Es war keine Verteidigung, keine Notwehrsituation, in der die beiden Täter waren. Es geschah zum Zeitvertreib. Der Prozess wird zwar erst im April starten, doch die Anklageschrift haben die beiden S-Bahn Schläger mittlerweile erhalten. Verständnis werden sie nicht viel zu erwarten haben, weder seitens des Gerichts noch von einer anderen Seite. Ihr Leben dürfte eine lange Zeit hinter Gittern stattfinden, was auch die Perspektive für die Zeit danach relativ klar macht.
Die S-Bahn Schläger müssen aber vor allem mit einem klar kommen: Mit ihrem Gewissen. Niemand kann so herzlos sein, dass er den Tod eines Menschen so locker wegsteckt. Mit den Bildern des sterbenden Dominik Brunner vor Augen sollten die Nächte in der JVA ziemlich hart werden.
